Wer hat meinen Käse geklaut? Mit Veränderungen gut umgehen lernen

Kommst du gerade aus dem Sommerurlaub und fragst dich, ob dein Arbeitsalltag vielleicht anders machbar wäre?
Weniger kompliziert, weniger fremdgesteuert, weniger anstrengend?
Mit mehr Spielraum für dich und deine Ideen, mit mehr Leichtigkeit?

Dann inspiriert dich vielleicht die folgende Geschichte, bekannt unter dem Titel „Who moved my cheese?“
Sie wurde von Spencer Johnson geschrieben, und ich füge hier die Inhaltsangabe von Wikipedia ein.
Das Buch erzählt eine einfache Geschichte von vier Figuren, den Mäusen Sniff (dt. Schnüffel) und Scurry (dt. Wusel) und den Zwergenmenschen Hem (dt. Grübel) und Haw (dt. Knobel), die sich jeden Tag auf die Suche nach Käse in einem Labyrinth begeben. Die Mäuse folgen bei der Suche ihrem Instinkt, während die Zwerge strategischer vorgehen, allerdings im Nachhinein doch ihrem Bauchgefühl folgen. So finden sie mal mehr, mal weniger Käse.

Eines Tages stoßen alle vier auf einen Ort, an dem ein großer Vorrat an Käse liegt. Die Zwergenmenschen sind glücklich mit ihrem Fund und werden von Tag zu Tag träger, wohingegen sich die Mäuse ebenso freuen, allerdings für den Fall, dass der Käse ausbleibt, vorbereitet bleiben, um erneut auf die Suche zu gehen. Eines Tages ist der Käse völlig überraschend verschwunden. Die Mäuse hatten schon vorher bemerkt, dass der Vorrat immer kleiner geworden ist, und konnten sich so auf die Situation vorbereiten. Sie zögern nicht lange und machen sich direkt auf die Suche nach neuem Käse. Die Zwergmenschen trifft die Situation völlig überraschend. Sie machen sich Gedanken darum, wie unfair es ist, dass ihr gesamter schöner Käse weg ist. Somit warten die beiden, in der Hoffnung, dass der Käse zurückkommt. Nach einer Zeit sieht Haw jedoch ein, dass das Warten vergebens ist, und macht sich auf die Suche nach neuem Käse. Auf seinem Weg erkennt Haw, in welcher Situation er sich befindet, und hält dies nach und nach an den Wänden des Labyrinths fest. Seine Erkenntnisse sollen Hem als Stütze dienen, falls er doch entscheidet, sich nicht mit der käselosen Situation zufriedenzugeben.

Seine Schriften auf den Wänden sind:

  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?
  • Rieche öfter am Käse, damit du bemerkst, wenn er alt wird.
  • Beweg dich in eine neue Richtung! Das hilft dir Käse zu finden.
  • Wenn du deine Angst überwindest, fühlst du dich frei.
  • Wenn ich mir vorstelle, wie es sein wird, den neuen Käse zu genießen, werde ich ihn sicher finden.
  • Je schneller du den alten Käse loslässt, desto schneller wirst du den neuen Käse finden.
  • Es ist sicherer, im Labyrinth zu suchen, als in einer käselosen Situation zu verharren.
  • Alte Überzeugungen führen dich nicht zu neuem Käse.
  • Wenn du erkennst, dass du neuen Käse finden und genießen kannst, änderst du deinen Kurs.
  • Wenn du die kleinen Veränderungen rechtzeitig bemerkst, kannst du dich besser an die großen bevorstehenden Veränderungen anpassen.

Schließlich findet Haw einen noch größeren Berg Käse, der von noch besserer Qualität ist als der Käse zuvor. Dieses Mal nimmt er sich vor, vorsichtiger zu sein, auf Veränderungen zu achten und schneller das Alte loszulassen, um für Neues offen zu sein.

Meine Fragen an dich, die vielleicht wertvoll für deinen Alltag sind:
– Wo verändert sich gerade dein (Berufs-)alltag, obwohl dir diese Veränderungen nicht gefallen?
– Wo verändert sich gar nichts, während du dich dringend nach neuen Impulsen sehnst?
– Welche Veränderung hat sich eingeschlichen, und du entdeckst die Auswirkungen erst jetzt? Was bedeutet das praktisch für dich?
– Welche Veränderung könntest du selbst anstoßen, um häufiger positive Momente im (Berufs-)alltag zu erleben?

Buchtipp:
Viele weitere Informationen für eine gute Organisation der Seniorenbetreuung stelle ich in meinem neuen Grundlagenwerk „Soziale Betreuung: endlich klar! Kreativ und individuell planen und anleiten“ vor. Spannende Ideen, ganz einfach umzusetzen, und viele organisatorische Tipps für einen gelingenden Arbeitsalltag präsentiere ich in dem Praxisbuch. Außerdem saisonale Anregungen für Gruppenstunden, Mottotage, Projektwochen und Feste, die Sie direkt umsetzen können.

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